Whisky made in Berlin

Martin Eschenbrenner betreibt im Berliner Wedding eine Brauerei und brennt feine Whiskys. Vom Eschenbräu zum Berliner Whisky? Der edle Brand wird mit Malz, Feuer, Holz und Zeit gemacht, mit Malz kennt sich der studierte Braumeister schon mal bestens aus, Geduld ist sein zweiter Name – warum also nicht Whisky machen?

Pionier mit Fleiß

In Berlin wird der Mythos Whisky aus einer neuen Perspektive betrachtet. Hier setzt man ganz auf solides Handwerk und Fleiss und passt damit richtig gut in den traditionellen Arbeiterbezirk Berlin-Wedding. Sein Handwerk beherrscht der pragmatische Whisky-Pionier – truly handcrafted ist seine Mission. Und so packt er an, steht mit Know-how, Chuzpe und Gummistiefeln an der Brennblase, fasziniert vom Prozess, denn wie Zauberei ist es, wenn die Brennanlage aus trüber Maische eine klare Essenz mit feinem Parfum extrahiert.

Know-How und Mut

Whisky besteht aus Malz und Wasser – in Berlin wird die Palette um Experimentierfreude und Mut erweitert. Die Bandbreite der Eschenbrenner Whisky-Kreationen ist dementsprechend groß, denn welche Aromen der Alkohol über die Jahre aus den ehemaligen Calvados, Sherry und Weinfässern locken wird, bleibt eine, wenngleich gelenkte, Überraschung. Was als Experiment begann, ist bereits eine kleine Erfolgsgeschichte: In 2011 destilliert, reifen die Single Malt Whiskys heran. Die 1. und 2. Abfüllung der dreijährigen Whiskys ist bereits vollständig vergriffen. 2016 werden als 3. Abfüllung die fünfjährigen aus den Fässern entlassen. Die Produktpalette des Weddinger-Whisky-Pioniers wächst stetig und ab 2021 werden auch 10jährige Whiskys ihre Aromen entfalten dürfen. Die Single Malt Whiskys heissen zum Beispiel Charly, Small Pete, Spessart Amber. Sie reifen heran und mit ihnen wächst die Erfahrung. Der Grundstein für eine solide Berliner Whisky-Tradition ist gelegt.

Foto des Single Cask Malt Whisky - Charly